AN/REGUNG IM JULI 2018

Bin ich bereit, meine Lieblingsstrategie zu hinterfragen

und mich auf Neues einzulassen?

„Wenn wir uns einen ganz bestimmten Plan machen, fällt das Schicksal vor Lachen vom Stuhl.“

Wann geraten wir in Enge, Hilflosigkeit, Stress und Ärger? Wenn unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Oder wir sie uns selbst nicht erfüllen können. Wir sind im Mangel.
Wann wird es schwieriger uns unsere Bedürfnisse kreativ, lebendig und leicht zu erfüllen oder sie erfüllt zu bekommen?
Immer dann, wenn wir eine ganz bestimmte festgelegte Vorstellung, Sehnsucht, Vision von etwas haben. Wir sehen EINE EINZIGE Möglichkeit, wie sich etwas für uns erfüllen soll: In einer ganz bestimmten Situation, auf diese eine Art, mit genau diesem einen Menschen.
Erleben wir dann eine kleine Variation dieses Anspruchsdenkens oder gar die Nichterfüllung, sind wir frustriert und werden ungemütlich. Der Ort ist ein wenig anders, der Ablauf oder unser Wunsch-Erfüllungs-Mensch sagt einfach ab. Dann stehen wir da.
Was also können wir tun, damit wir freier, gelassener, toleranter und offener werden?

 

Dazu drei Tipps

1. Identifizieren   Entdecken Sie Situationen oder Menschen, an die Sie einen ganz bestimmten Wunsch oder eine Erwartung knüpfen. Wenn’s nicht klappt, merken Sie im Alltag schnell, dass Sie nur eine einzige – Ihre Lieblingsstrategie im Kopf hatten – wenn Sie sich unwohl fühlen oder sauer werden.
Wenn ihr Ärger etwas abgedampft ist, können Sie sich fragen: was habe ich mir eigentlich vorgestellt, was habe ich erwartet? Hatte ich GENAU EINE Lösung für mein Thema im Kopf? Und die ist jetzt dahin.

2.  Bedürfnisse   Finden Sie heraus, welche Bedürfnisse Sie erfüllt haben möchten. Das braucht Zeit, Aufmerksamkeit, leises Lauschen und Geduld – denn darin sind wir nicht geübt. Vielleicht unterstützt es Sie, erstmal einige Auflistungen von Bedürfnisworten zu finden, um Ihr Vokabular zu erweitern (bei Marshall Rosenberg oder Wikipedia u.v.a.). Welche Bedürfnisse wollen Sie erfüllt haben? Sie haben die passenden Worte gefunden, wenn Ihr Bauchgefühl ja sagt,. Wenn Sie es jetzt noch schaffen, nach und nach die Vorstellung WIE das Bedürfnis erfüllt werden soll, entkoppeln können von bestimmten Menschen oder Dingen… – werden Sie freier, gelassener, weiter und offener für „den Weg der Möglichkeiten“.

„Wenn Sie klar und kraftvoll Ihre Bedürfnisse definiert haben, findet die Lösung/die Strategie Sie.“ (M. Rosenberg)

 

3. Alternativen    Können Sie sich in Ihrer Phantasie ausmalen, ob es auch andere Möglichkeiten geben kann? Wahrscheinlich ist, dass diese alternativen Strategien jetzt schon existieren. Da warten schon seit einiger Zeit Freunde oder Kollegen, die Sie bei genau dem, was Sie sich wünschen unterstützen wollen. Nur Sie haben es nicht gesehen bisher. Da gibt es andere Dinge, Projekte, Optionen, Handlungsmöglichkeiten – nur Sie haben Sie bisher nicht wahr genommen.
Können wir annehmen und loslassen, dass es jetzt gerade auf diese eine (von uns gewünschte) Art nicht ging? Es warten noch drei andere … Sind wir bereit, uns von der Fixierung auf die eine bevorzugte Strategie zu lösen? Dann sehen wir auch die anderen Lösungen. Das braucht Mut und Phantasie, denn wir haben uns vielleicht lange Zeit auf die eine Möglichkeit eingespielt.
Jetzt geht es weiter. Jetzt probieren wir es einmal etwas anders. Jetzt lassen wir los. Jetzt lassen wir uns von anderen Menschen und Dingen helfen …